A Mexican fighter for migrants’ rights called…. Machete!


And now for something completely different… A participant from Estonia pointed out at the Monday meeting that we should also focus on mass media like movies to bring forward the fight for migrants’ rights. That reminded me of a movie I have just reviewed that takes the “fighting” part of the cause very literally: “Machete” is full of gore, bad taste, nudity – and a strong statement for the rights of undocumented migrants and against politicians who utilize racist sentiments for their campaign!

I can not simply recommend this movie, made by the notoriously raunchy filmmaker and Quentin Tarantino-buddy Robert Rodriguez. But if you leave all the provocative brutality aside, there are some sharp  portrayals of the securitization, militarization and privatization of the Mexican-US border (some scenes reminded me of a report I read recently on private border patrols that go hunting for undocumenting migrants).

Also the rhetoric of an unscrupulous politician (portrayed by Robert DeNiro) who wants to get rid of the “roaches that crawl over the border”  sounds uncomfortably familiar. There is even the depiction of a “network” that supports undocumented migrants.

So these are good observations, but the answers proposed by Machete – named after his weapon of choice and played by Danney Trejo – is of course nothing that should be implemented in the PGA recommendations…

But if you want to look into mass media and migration and can stomach the absurd violence, this is a bizarre but fascinating movie. If you are looking for a more subtle way of dealing with the matter, may I recommend the amazing Oscar-nominated movie “The Visitor”..

For the German readers, here is my review, published in the daily newspaper “Schwäbische Zeitung” today.

Machete.  Regie: Ethan Maniquis, Robert Rodriguez. USA 2010. 105 Minuten.

Es gibt Filme, von denen hat man bereits die besten Szenen gesehen, wenn man nur die Vorschau kennt. Der Trailer zu „Machete“, einem grimmigen Rächer mit gleichnamiger Waffe in der Hand,  bereitete dagegen definitiv Lust auf mehr in Form eines bewusst überdreht-geschmacklosen Action-Reißers. Winziges Problem: Den Film gab es seinerzeit noch nicht mal ansatzweise. Die Vorschau war ein kleiner Gag, den Quentin Tarantino und Robert Rodriguez zwischen „Death Proof“   und „Planet Terror“,  ihre Hommagen an das billige Actionkino der 1970er Jahre bastelten. Der kam aber so gut an, dass „Machete“ nun tatsächlich im Kino los schnetzelt.

Nun trägt ein Gag selteneinen ganzen Film, auch wenn er noch so gut ist. Immerhin erfüllen die ersten fünf Minuten die Erwartungen an einen solchen  Streifen vollauf: Mehr Blutfontänen, nackte Haut und Gemetzel kann man in so kurzer Zeit kaum unterbringen. Doch dann vollzieht „Machete“ eine komplett unerwartete Wendung und entwickelt sich zu einem grimmigen Kommentar  über die restriktive amerikanische Einwanderungspolitik und Politiker, die mit Hetze gegen illegale Immigranten Wahlkampf machen. Blut, nackte Haut und coole Sprüche gibt es dabei natürlich weiterhin.

Dabei stützt sich Rodriguez auf eine kaum glaubliche Besetzungsliste von Darstellern, die man nie in einem gemeinsamen Film vermutet hätte. Da spielt Robert DeNiro einen rassistischen Politiker, während es Steven Seagal als Drogenboss zum ersten Mal seit acht Jahren wieder auf eine Kinoleinwand schafft. „Miami Vice“ Don Johnson führt eine Miliz an, die die Grenzkontrollen mit Waffengewalt selbst in die Hand nimmt, dazu kommen noch Jessica Alba, Michelle Rodriguez und selbst Lindsay Lohan in einer klar selbstironischen Rolle. Und Machete selbst?  Der wird von Danney Trejo gespielt, langjähriger Gefängnisinsasse und seit den 1980er Jahren Nebendarsteller in hunderten von Filmen. Die erste Hauptrolle ist auch ein Geschenk von Rodriguez an den Mann mit dem markanten Gesicht.

Auch wenn Quentin Tarantino hier ausnahmsweise nicht seine Finger im Spiel hatte, erinnert doch einiges an den Effekt, den sein „Pulp Fiction“ auf nichtsahnende Zuschauer ausübte: Man hat nicht die geringste Ahnung, was als nächstes passieren kann, ist von der Gewalt gleichsam abgestoßen wie fasziniert. An dessen kunstvolle Verschachtelung reicht „Machete“ sicher nicht heran. Dafür bietet der Film nicht nur neues Futter für Actionfreunde – sondern auch ein lustvolles Ventil, dem Ärger über die Thesen der Herren Sarrazin, Söder und Seehofer einmal auf ähnlich haarsträubende Weise Luft zu machen…

Stefan Rother

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About Stefan Rother

Lecturer and Researcher at the Department of Political Science, University of Freiburg -- Freelance journalist -- You can find my CV at the links below:
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